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Zwei Fliegen mit einer Klappe: Winterlicher Pflaumenstreusel-Kuchen und Zimtschnecken

Nachdem ich bereits anklingen lassen habe, dass zwischen dem gemeinen Hefeteig und mir (gemein hier im Sinne von allgemein ;P) gewisse Differenzen und unüberbrückbare Distanzen herrschen, freue ich mich umso mehr euch heute mitteilen zu können, dass ich mich meinem größten Gegner bisher gestellt habe.IMG_2520

Willkommen daher zu der neusten Episode Länschi vs. Hefeteig! Seid live dabei…

Hefeteig ist eine Belastungsprobe für mich und meine Küchentätigkeiten, denn Hefeteig ist hinterhältig und böse.Aber was erwartet man von einem Teig, den man besser „gehen lassen“ sollte? Eine Minute zu früh verarbeitet und man hat am Ende statt fluffigem leckeren Hefekuchen eine undefinierbare Matschkugel, die man dann nur mit Müh und Not und viel Marmelade zu sich nehmen kann.

Doch heute war der Tag der Tage gekommen und der Showdown zwischen dem Hefeteig und mir sollte stattfinden. Ich muss zugeben, mit Mama an meiner Seite habe ich mich der Herausforderung durchaus gewachsen gefühlt. Man könnte beinahe von jugendlichem Übermut sprechen.

Mutig haben wir uns also an die Zubereitung von einem winterlichen Pflaumen-Streusel-Kuchen und im selben Zuge auch von schwedischen Hefe-Zimt-Schnecken gemacht –  geht ja alles aus unserem Allround-Talent: dem Hefeteig.

Gepaart mit Mamas Tipps und Anweisungen („Pass auf, das klebt!“ „Du hast das Backpapier vergessen!“ „Soll das quadratisch sein?“ „Neeeeeein…“) kann man dem Arbeiten mit Hefeteig sogar – ganz philosophisch – ein paar Lebensweisheiten abringen:

  • Geduld zahlt sich aus!
  • Manchmal muss man Leute/ Dinge einfach „gehen lassen“ damit sich die Situation verbessert
  • Mama hat immer Recht…
  • Hefeteig will! immer! mit einem Küchentuch abgedeckt werden!
  • Ein Nudelholz ist eine lohnenswerte Anschaffung!

Zutaten Hefeteig:

  • 1000g Mehl
  • 2 Päckchen Trockenhefe
  • 1/2 Liter lauwarme Milch
  • 200g Zucker
  • 1/2 TL Salz
  • 150g Butter
  • 2 Eier

Ergänzung „Winterlicher Pflaumen-Streusel-Kuchen“

  • frische oder TK Pflaumen
  • Zimt /Zucker
  • Streusel à la Mama: 300g Mehl, 150g  Margarine, 200g Zucker

 

Ergänzung „schwedische Zimtschnecken“

  • Butter
  • Zimt-Zucker-Mischung

Zubereitung:

Für den Grund-Hefeteig Mehl, Trockenhefe, Zucker, Salz und Eier in eine Rührschüssel geben. Mit der Küchenmaschine vermengen und langsam lauwarme Milch und Butter (weich) hinzugeben. Solange rühren lassen, bis der Teig sich leicht von selbst vom Rand der Schüssel löst. Dann an einem möglichst warmen-trockenen Ort gehen lassen, bis der Teig circa die doppelte Größe erreicht hat.

Anschließend für den Pflaumenkuchen, Teig ausrollen und mit Pflaumen und Streuseln belegen, dann nochmal 15-20min gehen lassen. Danach bei 180 Grad 30Minuten backen.

Für die Zimtschnecken wird der Teig ausgerollt (rechteckige Form bietet sich an) dann mit geschmolzener Butter bestrichen und mit der Zimt-Zuckermischung bestreut. Anschließend wird der belegte Teig zu einer Rolle eingerollt und in Trapez-Form geschnitten. Anschließend werden die Zimtschnecken in der Mitte eingedrückt, damit die Zimt-Butter-Füllung am Rand leicht austritt. Mit Ei-Milch-Gemisch bestreichen und anschließend bei 180 Grad 20-25 Grad backen, bis die Zimtschnecken leicht bräunlich sind.

Im Kampf gegen den Hefeteig war heute also definitiv ein Sieg zu verzeichnen, die Zimtschnecken sind schon fast weg und schmecken wirklich wunderbar.

Viele Grüße und viel Spaß beim nachbacken,

Länschi

 

 

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7 Kommentare zu „Zwei Fliegen mit einer Klappe: Winterlicher Pflaumenstreusel-Kuchen und Zimtschnecken

  1. Die Zimtschnecken hat inzwischen,es ist jetzt 22.30 Uhr, jeder im Haus probiert. Sie schmecken wirklich gut. Morgen kommt der Pflaumenkuchen dran. Anmerkung von Mma: im Winter gibt es nur eingefrorene Pflaumen oder Pflaumen aus dem Glas .

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  2. Sehr cool, freut mich, dass du den Gegner besiegt hast. Bei mir schläft der Teig entweder im warmen Backofen (Auf 50 Grad vorheizen und wieder ausstellen. Lampe anlassen und abgedeckten Teig rein) oder direkt an der Heizung. Ich glaube am wichtigsten bei Hefe ist, dass sie ein bisschen Wärme braucht. Wenn sie die nicht bekommt, dann zumindest Zeit, um zu arbeiten. Bin gespannt, was du als nächstes machst!

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  3. Hefeteig ist garnicht mal so böse, wie man glauben mag! Ich hab auch jedes mal wieder Respekt davor, aber er gelingt mir fast immer 🙂
    Und kleiner Tipp: Zimtschnecken lassen sich, wenn sie nur kurz im Ofen waren, super einfrieren. Dann hat man wenns mal schnell gehen muss was Leckeres für zwischendurch! Einfach nochmal in den Ofen, dann sind sie wie frisch 🙂

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  4. Sind doch perfekt gelungen!!! Ich hatte früher auch immer großen Respekt vor Germteig (wie man in Österreich sagt;-) ) – wirst sehen – einmal mehr gemacht und er wird zu Deinem Lieblingsteig werden (hab übrigens auch einen gelingsicheres, fluffiges Grundrezept – schau mal rein. GlG Connie

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